In Nishinomiya, zwischen Kobe und Osaka, standen für Silvia Azzoni und Carsten Jung drei Vorstellungen auf dem Programm. Viel Freizeit blieb da nicht. Warum der Ort für die beiden trotzdem besondere Momente bereithielt, erzählen sie im heutigen Blog.
von Silvia Azzoni
Heute, am 1. März, hatten wir die letzte Vorstellung unserer »Kleinen Meerjungfrau« hier in Japan. Schade, denn immer wieder fasziniert mich dieses Ballett. Gesternabend war zum Beispiel wieder eine ganz besondere Vorstellung. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Rolle zum ersten Mal tanze, habe ganz neue Dimensionen gespürt. Und am Schluss, bei der Fahrt in den Sternenhimmel, konnte ich aus einem Fenster des Theaters den echten Himmel sehen – da haben sich Realität und Vorstellung gemischt. So etwas berührt mich sehr.
Ich freue mich, dass sowohl die Japaner als auch einige Hamburger diesen besonderen Moment miterleben konnten, denn wir hatten eine kleine Kulturdelegation mit Staatsrat Reinhard Stuth zu Besuch. Außerdem waren der Generalkonsul in Osaka, Gerold Amelung, sein Kollege vom Goethe-Institut, Michael Schroen, und Herr Haschimoto, der stellvertretende Bürgermeister von Osaka mit dabei. Sie waren alle nach der Vorstellung auf der Bühne und völlig fasziniert – nicht nur vom Stück, sondern mindestens genauso von der Backstage-Technik.