Anton Alexandrov tanzt seit 1996 im Ensemble des HAMBURG BALLETT und war schon auf vielen Gastspielen dabei. Nun ist er zum ersten Mal in Venedig und tanzt hier unter anderem den jungen Aschenbach. Im Blog beschreibt er seine Eindrücke der Stadt.
Ohne das HAMBURG BALLETT wäre ich wohl nicht nach Venedig gekommen. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich hier sein kann. Die Stadt ist sehr beeindruckend, auch wenn ich zugeben muss, nicht viel gesehen zu haben. Schließlich sind wir zum Arbeiten hier, nicht als Touristen. Es ist schon etwas besonderes, im »Fenice« zu tanzen – ein wunderschönes Theater, toll wiederaufgebaut. Man merkt, wie stolz die Venezianer auf dieses Haus sind. Das steckt an.
Seit Dienstag haben wir jeden Abend getanzt. Deshalb behalte ich meinen normalen Tagesablauf bei: Morgens Training, ein schnelles Mittagessen, nachmittags ausruhen vor der Vorstellung. Anschließend gehen wir Tänzer gemeinsam essen. Ein großes Touristenprogramm kann ich auch deshalb nicht machen, weil ich nicht tagsüber kilometerweit laufen und dann abends auf der Bühne tanzen kann. Wenn ich einhundert Prozent geben will, dann muss ich Prioritäten setzen. Und meine Priorität ist ganz klar der Tanz.
Am meisten beeindruckt hat mich die Einfahrt nach Venedig vom Flughafen am Sonntagabend. Wir fuhren im Wassertaxi durch eine dunkle Lagune. Dann sah man plötzlich die Lichter der Stadt und der Palazzi. Das war unvergleichlich. Die Besonderheit Venedigs war so deutlich. Am Tag sieht es hier ganz anders aus. Es ist schön, aber auch sehr voll. Als wir in unseren Booten ankamen, hatten wir die ganze Stadt für uns allein.
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