Für die »Werkstatt der Kreativität IV« kreieren die Tänzerinnen und Tänzer der Abschlussklassen der Ballettschule des HAMBURG BALLETT eigene Stücke, die vom 25. Februar bis zum 2. März im Ernst Deutsch Theater auf die Bühne gebracht werden. Ada Marthinsen hat eine der Choreografien beigetragen.
Ayaha Tsunaki und Aljoscha Lenz bei Proben zu »Spellbound«
© Adrian Ungemach
Von Pia Christine Boekhorst
Ada Marthinsen steht mit ihrem
Notizbuch zwischen »ihren« Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne. Sie geht mit
ihnen die Platzierungen auf der Bühne »trocken«, wie man in Ballettsprache
sagt, durch bis Stacey Denham, die als Ballettpädagogin für die Fächer Moderner
Tanz und Tanz–Komposition die »Werkstatt der Kreativität IV« betreut, sie von
der Bühne in den Zuschauerraum holt. Von dort habe Ada einen besseren Blick für
die ganze Bühne und die Wirkung der Komposition. Doch Ada fällt es nicht leicht,
die »Chefin« zu sein. »Es ist schwer streng zu sein, weil die anderen meine
Freunde sind und wir sonst zusammen im Unterricht an der Stange stehen. Aber sie
respektieren mich und wir arbeiten gut zusammen. Schließlich sind alle in
derselben Situation. Jeder kreiert ein Stück und studiert es ein. Jeder ist
aber auch Tänzer in der Choreografie eines anderen.«