Für die »Werkstatt der Kreativität IV« kreieren die Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen der Ballettschule des HAMBURG BALLETT eigene Choreografien, die sie vom 25. Februar bis zum 2. März im Ernst Deutsch Theater vorstellen. Eine der jungen Choreografinnen ist Luna Mertens.
Tara Gower und Hélias Tur-Dorvault bei Proben zu »Deep Inside« © Adrian Ungemach
Von Pia Christine Boekhorst
Luna Mertens hat bereits im August
vergangenen Jahres begonnen an ihrer Choreografie »Deep Inside« zu arbeiten.
Genau weiß die 19-jährige Französin nicht mehr, wie sie auf die Idee zu ihrem
Stück gekommen ist. Bevor sie tatsächlich Bewegungen entwickelte, hat sie sich
in die Musik vertieft. Ausgewählt hat sie Stücke von Yann Tiersen und Philip
Glass. Sie haben sie zu einer dramatischen Geschichte um ein Paar, das ihr Kind
verliert, inspiriert. Schnell war Luna klar, wer die Hauptrollen tanzen sollte.
»Ich wusste gleich, dass Hélias und Tara mein Paar sein sollten. Sie passen
perfekt zusammen und ich wollte, dass sie auch ihre eigenen Persönlichkeiten in
das Stück einbringen.«
Hélias Tur-Dorvault und Tara Gower sehen wir im ersten Teil von »Deep Inside« in einem unbeschwerten Pas de deux. Tara als schwangere Frau trägt ein Kissen unter ihrem Kleid. Im zweiten Teil jedoch sehen wir, wie sie ihr Kind verliert. Der Tod wird abstrakt verkörpert von weiteren Tänzerinnen und Tänzern. Im letzten Teil wird deutlich, wie die Frau unter diesem Verlust leidet. Sie verliert den Sinn für die Realität und sieht eine Vision ihres ungeborenen Kindes. An dieser Stelle darf ein Junge aus der Vorschule des HAMBURG BALLETT mit den »Großen« auf der Bühne stehen. Luna hofft, dass das Publikum der Handlung folgen kann, doch sie sagt auch: »Ich wünsche mir, dass das Publikum berührt ist und sich selber irgendwo in der Geschichte wiederfindet. Dann müssen sie auch gar nicht unbedingt meinen Plot verstehen.«
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