Verfasst von Jean-Jacques Defago um 11:58 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
von Sarah Bidoli
Ich warte gespannt in der Eingangshalle der Staatsoper. Als Praktikantin in der Pressestelle versuche ich, alle Mitglieder der großen Familie des Hamburg Ballett kennen zu lernen. Adnan Metin, der Maskenbildner der Compagnie, hat sich bereit erklärt, mir seinen Job näher zu bringen. Adnan auf den ersten Blick: ein südländischer Typ mit weichen Gesichtszügen und lachenden Augen. Er gehört zu den Menschen, die man sympathisch findet, obwohl man noch kein Wort mit ihnen gesprochen hat. Klingt nach New-Age, ist in diesem Fall aber Fakt. Nach der herzlichen Begrüßung und dem Vorschlag zum »Du« überzugehen, komme ich direkt zur ersten Frage.
Sarah: Woher kommst Du ursprünglich?
Adnan: Ich bin gebürtiger Türke und mit fünf Jahren bin ich mit meinen Eltern von Istanbul in die Nähe von München gezogen. Deshalb der »exotische« Name.
Sarah: Wie kommt man auf die Idee Maskenbildner des Hamburg Balletts zu werden?
Adnan: Das ist alles über Umwege passiert, aber Maskenbildner war, glaube ich, schon immer mein heimlicher Traumberuf. Ich habe in München mit einer ganz normalen Frisörausbildung angefangen. Ich muss sagen, dass ich als Frisör sehr aktiv war und damals schon mit einem guten Team von 5-6 Leuten in der Modewelt gearbeitet habe. Im Süden Deutschland gibt es viele Modewettbewerbe und daran habe ich öfters teilgenommen. Vier bis fünf Mal im Jahr gibt es Frisörtreffpunkte, wo junge Stylisten ihr Talent zeigen können. Man könnte es fast den Prix de Lausanne der Frisöre nennen.
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Verfasst von Jean-Jacques Defago um 16:40 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
von Sarah Bidoli
Wie wir schon vor einigen Tagen berichtet haben, gewannen unsere Tänzer Hélène Bouchet und Thiago Bordin den diesjährigen Benois de la Danse. Nach dem Bericht der Tänzerin des Hamburg Balletts, verrät uns auch Thiago, was er in Russland bei der Preisverleihung erlebt hat:
Es war das allererste Mal, dass ich in Russland auftrat. Wie Hélène schon berichtete, hatten wir wirklich keine Zeit die russische Hauptstadt zu sehen. Unser Tagesablauf fand zwischen Hotelzimmer und Probebühne statt. Ich konnte mir nicht mal den Roten Platz ansehen! Als die Preisverleihung stattfand, waren wir mehr wegen der Tanzvorstellung aufgeregt, als wegen der Auszeichnung selbst. Ehrlich gesagt, hatte ich nicht wirklich erwartet, den Preis zu gewinnen. Es gibt so viele gute Tänzer. Ganz besonders bei dieser Veranstaltung fällt es einem immer wieder auf. Die Jury ist subjektiv und man kann nie wissen, wie sie sich am Ende entscheidet. Eine andere Jury hätte vielleicht ganz anders entschieden!
Während der Proben hatte man uns gesagt, dass als erstes der beste Choreograf von Manuel Legris und einem Tänzer des Bolschoi ausgezeichnet werden würde und dann erst der Gewinner der Männerkategorie aufgerufen werden sollte. Aber irgendwie regte sich nichts! Es wurde nur ewig auf russisch geplappert bis auf einmal mein Name fiel. Ruskaja, ruskaja, ruskaja, Thiago Bordin, ruskaja, rusakaja... Und schon wurde mein Profilbild mit Ausschnitten aus Balletten, in denen ich getanzt habe, auf die Leinwand des Saales projiziert. Wir Nominierten saßen alle auf der Bühne und ich habe wirklich lange gebraucht, bis ich endlich realisierte, den Preis tatsächlich gewonnen zu haben. Nur Hélène hatte sich kurz zu mir hingedreht und geflüstert: »Chouchou, ich glaube du bist dran!« Ich hatte das Gefühl Teil eines Filmes zu sein, der gerade in Slow-Motion abgespielt wurde. Ich weiß nicht wie, aber ich bin die Treppen runter gegangen, habe die Trophäe in Empfang genommen und den Leuten die Hand geschüttelt. Anstatt ans Mikrofon zu gehen und meine Rede zu halten, war ich so durcheinander, dass ich mich direkt wieder auf meinen Platz gesetzt habe. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich überhaupt keine Rede vorbereitet hatte. Ich hatte nicht mit der Auszeichnung gerechnet!
Nach diesem Schock wurde die beste Tänzerin gekürt. Als der Name Hélène Bouchet fiel, konnte ich es gar nicht fassen. Ich war glücklicher als glücklich! Mit Hélènes Auszeichnung war mein Glück vollkommen. Es wäre ein wenig traurig gewesen, wenn nur einer von uns den Preis gewonnen hätte. Ich war so stolz, diesen Preis als Paar zu erhalten. Was für eine Bestätigung! Ich habe die perfekte Tanzpartnerin gefunden, mit der ich schon seit 10 Jahren arbeiten durfte. Sie ist absolut einmalig! Ausdruckskraft, lange, wunderschöne Linien und eine tolle Tänzerqualität machen sie zu einer ganz besonderen Person. Nicht alle Tänzer haben das Glück, die perfekte Partnerin gefunden zu haben.
Der Benois de la Danse ist eine Auszeichnung, die alle Qualitäten eines Tänzers berücksichtigt. Wir werden von international bedeutenden Choreografen beurteilt, die absolute Profis in ihrem Fach sind. Die Entscheidung, uns beide auszuzeichnen, zeigt, dass John Neumeier eine tolle Arbeit leistet. Für uns ist er wie ein Regisseur, der uns in die richtige Richtung lenkt, aber wir müssen viel an uns arbeiten und uns autonom weiterentwickeln. Die Auszeichnung bestätigt die Bedeutung von Johns Wirken als Künstler und zeigt, dass das, was wir hier machen, nicht eine kitschige Show oder eine Art Zirkusnummer ist, sondern harte künstlerische Arbeit auf höchstem Niveau, die auch international als solche anerkannt wird.
Der Benois ist uns aber, Gott sei Dank, nicht zu Kopf gestiegen. Als wir wieder in Hamburg gelandet sind, haben wir schon am nächsten Tag ganz normal am Training des Hamburg Ballett teilgenommen, denn unsere Ausbildung als Tänzer ist noch lange nicht abgeschlossen. Man lernt jeden Tag dazu, auch wenn man 40 ist. Außerdem sind wir als Tänzer immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Das Hamburger Abendblatt hat uns als »Traumpaar mit Bodenhaftung« definiert. Das finde ich sehr sympathisch und denke, dass es gut auf uns zutrifft.
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 14:29 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
von Andrea C. Röber
Unsere Tänzer Hélène Bouchet und Thiago Bordin haben den diesjährigen Benois de la Danse in Moskau gewonnen. Das ganze Ballettzentrum freut sich mit ihnen! Doch was sagen die Tänzer selbst dazu? Wie hat es ihnen in der russischen Hauptstadt gefallen? Wie waren ihre Erwartungen? Hélène verrät uns als erste, was sie erlebt hat:
»Wenn ich ehrlich bin, haben wir gar nicht erwartet, diesen Preis tatsächlich zu gewinnen. Schon gar nicht beide! Wir waren überglücklich, überhaupt nominiert worden zu sein und auf diese Veranstaltung gehen zu können. In Moskau waren wir aufgeregt wegen unseres Auftrittes, nicht wegen der Preisverleihung. Deshalb waren wir so geschockt, als dann tatsächlich unsere Namen genannt wurden!
Der ganze Aufenthalt in Moskau war wunderbar. Wir hatten leider keine Zeit, uns die Stadt anzusehen, aber das war nicht das Wichtigste. Alle Tänzer, die da waren, sind sehr wunderbare und talentierte Leute. Die Arbeitsatmosphäre hinter den Kulissen war sehr angenehm. Es war toll, all die großartigen Kollegen wieder zu sehen. Viele von den Tänzern kannte ich bereits, weil man sich immer wieder trifft, wenn man auf der ganzen Welt unterwegs ist. Es war schön, wieder einen Abend mit ihnen verbringen zu dürfen. Das habe ich auch bei meiner Rede bei der Preisverleihung gesagt: Eigentlich haben alle Tänzer, die nominiert waren, den Preis verdient. Es sind unglaublich talentierte Leute, die sehr viel mitzuteilen und auszudrücken haben.
Vor der Preisverleihung gab es eine Lichtprobe und eine Generalprobe. Wir bekamen die Gelegenheit, auf der Bühne des Bolschoi-Theater zu tanzen. Es ist wirklich ein unglaubliches Gefühl, auf so einer legendären Bühne aufzutreten. Weder Thiago noch ich hatten vorher dort getanzt. Die alte Architektur und die riesige Bühne tragen viel zu der Magie dieses Theaters bei.
Die ganze Preisverleihung fand auf Russisch statt. In Tagen davor hat man uns auf die ganze Zeremonie vorbereitet und gesagt, dass man erst die Choreografen, dann die männlichen Nominierten und zum Schluss die weiblichen Nominierten bekannt geben wird. Dieses Jahr wurde kein Choreograf nominiert, aber da keiner von uns beiden russisch versteht, wussten wir das nicht. Deshalb waren wir überrascht, als auf einmal der Name Thiago Bordin aufgerufen wurde. Ich saß ein paar Reihen vor Thiago, habe mich zu ihm umgedreht und nur noch gesagt: ›Ich glaube, dass sie dich aufgerufen haben!‹ Es ist schade, dass die Zeremonie nicht auf Kamera aufgenommen wurde, dieser Moment war unbeschreiblich! Ich war so glücklich, dass Thiago diesen Preis gewonnen hatte, aber als sie dann auch noch meinen Namen nannten, fühlten wir uns beide als Tanzpaar bestätigt. Wir haben uns überglücklich auf der Bühne umarmt. Besser hätte es gar nicht kommen können! Wir feiern gerade unser zehnjähriges Jubiläum als Tanzpaar. Dass wir zu dieser Gelegenheit auch noch beide den Prix Benois verleiht bekommen, ist wirklich ein tolles Geschenk.
Thiago und ich haben eine sehr intensive Tanzpartnerschaft, die auf intuitivem Verstehen basiert. Man kann diese tiefe Verbundenheit kaum in Worte fassen.
Für uns beide war die Preisverleihung ein großes Abenteuer. Das Wichtigste an dem Abend war aber nicht, den Benois zu gewinnen. Es war schön, überhaupt da zu sein. Die ganze Compagnie wusste vorher, dass wir nominiert waren, und hat uns gratuliert. Wir haben uns auf der Bühne in Moskau gar nicht alleine gefühlt, sondern hatten das Gefühl, die alle wären mit uns nach Russland gefahren. Es war ein sehr, sehr schönes Gefühl.
Ich möchte mich auch noch einmal bei allen für die große Unterstützung bedanken, sowohl bei denen, die mit uns gereist sind, als auch bei den Leuten, die hier in Hamburg oder in der Welt an uns gedacht haben. Danke für alles, was ihr für uns tut und mit uns tut!«
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 19:58 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Von Sarah Bidoli
Einen Tag vor der eigentlichen Vorstellung hat um 17:00 die Generalprobe für »Erste Schritte«, die Schulvorstellung der Ballettschule JOHN NEUMEIER auf der Bühne der Hamburger Staatsoper stattgefunden. Die ganze Schule, von den ganz Kleinen bis hin zu den älteren Schülern der so genannten »Theaterklassen«, ist in Aufruhe.
Auch als Zuschauer im Saal der Staatsoper kann man die gespannte Stimmung spüren, nicht nur weil die Eltern der Schüler zu den Proben eingeladen sind, sondern auch weil der Chefchoreograf John Neumeier höchstpersönlich jede einzelne Bewegung der Kleinen und weniger Kleinen verfolgt. So viel Perfektionismus braucht seine Zeit: fünf ganze Stunden dauert die Probe! Aber zum Glück dürfen die jüngeren Klassen in der Pause schon nach Hause gehen.
»Jubiläumstänze« – Choreografie: Kevin Haigen © Holger Badekow
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 19:03 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 01:03 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
von Karina Voigt
In der letzten Januarwoche, bevor das HAMBURG BALLETT nach China abreiste, nutzte Yohan Stegli jede freie Minute, um mit einer Spendenbox durch die vielen Flure des Ballettzentrums zu gehen und bei seinen Freunden und Kollegen Geld für die Erdbebenopfer von Haiti zu sammeln – mit Erfolg. So etwas hatte es hier zuvor noch nie gegeben und alle waren begeistert vom Engagement der Tänzer, die alle ihr Bestes gaben, um die Einnahmen der Spendenbox zu erhöhen. So wurde die Spendensammelaktion der Tänzer von allen positiv aufgenommen und man überlegte, wie man die tolle Idee der Tänzer unterstützen könnte.
Als Yohan Stegli erfuhr, es die Idee gab, eine öffentliche Führung durch das Gebäude anzubieten, fiel ihm sofort etwas Neues ein: »Wir sind doch Tänzer, da können wir auch für die Besucher tanzen.« Und so rief Yohan seine Kollegen zusammen und erstellte mit ihnen gemeinsam ein Programm für eine Benefiz-Vorstellung im Ballettzentrum. Sein fertiges Konzept für zwei Ballett-Programme – von den Tänzen, die gezeigt werden sollten bis zu Personal für die Garderobe hatte er an alles gedacht – stellte er einige Tage später John Neumeier vor. Auch der war begeistert. So begannen alle, sobald sie aus China zurückgekehrt waren, Yohans Idee des »Debuts für einen Neuanfang« umzusetzen.
Silvia Azzoni und Alexandre Riabko/ © Holger Badekow
Die folgenden Wochen waren arbeitsintensiv, denn schließlich wollten sich alle unterstützend einbringen: Nach den regulären Proben trafen sich die Tänzer erneut in den Ballettsälen, um die Choreografien einzustudieren, die Presseabteilung schrieb Ankündigungen, um die Zuschauer auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und nahm die zahlreichen Anmeldungen entgegen, die Internatsschüler bastelten eine neue, größere Spendenbox, Kostüme für die Tänze wurden organisiert, die Musik wurde zusammen geschnitten, ein Ablaufplan wurde erstellt und vieles mehr. Jeder im Ballettzentrum war organisatorisch an der Benefiz-Aktion beteiligt.
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 16:59 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
von Karina Voigt
Diese Woche fing im Ballettzentrum sehr spannend an: »Scholz & Friends«, eine von Europas größten und renommiertesten Werbeagenturen, hat für das HAMBURG BALLETT eine Image-Kampagne entworfen. Diese wird zu Beginn der nächsten Spielzeit einige deutsche Städte in Plakatform zieren. Damit die Kampagne auch das HAMBURG BALLETT zeigt, wurden einige der Tänzerinnen und Tänzer am Montag und Dienstag für die Plakatmotive fotografiert.
Vor etwa zwei Wochen hatte Presse- und Marketing-Leiterin Anna Schwan Entwürfe von »Scholz & Friends’« Image-Kampagne vorliegen und zeigte sie den Tänzern, um unter ihnen freiwillige Fotomodelle zu finden. Fast 20 Tänzer erklärten sich spontan bereit, einen Teil ihrer Freizeit im Ballettsaal zu verbringen und einmal in die Welt der Werbefotografie einzutauchen. Und – soviel kann man schon einmal verraten: Es hat sich gelohnt, die Fotos sehen großartig aus!
Cranko – der Saal, in dem das Fotoshooting stattfand – war am Montag nur noch mit Mühe als der Ballettsaal zu erkennen, in dem jeden Tag die Ballettschüler trainieren: Mitten in den Raum hatte das Team des Fotografen Dirk Messner ein Fotostudio gezaubert, neben dem Flügel hatte sich der Stylist Tobias Sagner ein Kosmetikstudio eingerichtet, auf der anderes Seite befand sich ein Catering-Tisch und an den Wänden hingen Arbeitspläne, die einem zeigten, wer wie geschminkt werden sollte und in welchem Kostüm er welche Pose vor der Kamera tanzen sollte – perfekte Voraussetzungen für alle Beteiligten!
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 12:19 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
von Karina Voigt
Donnerstag, 14.55 Uhr im Wigman-Saal: In fünf Minuten werden hier die Proben von Lizhong Wangs Choreografien »Story« und »Secret« beginnen – beide Stücke werden bei der »Werkstatt der Choreografie« gezeigt, die am 1. März im Ernst Deutsch Theater Premiere feiert.
Die meisten der Tänzerinnen und Tänzer sind bereits da. Sie sitzen neben den Ballettstangen auf dem Boden und wärmen sich auf. Einer von ihnen, Takeshi Ikeda, beginnt vor dem großen Spiegel kleine Sprünge zu machen – ein besonderes Aufwärmen für die Grandes Jetés und Sissones, die er in den Stücken tanzt. Man sieht ihm an, dass er Spaß daran hat – »Sprünge sind mein Markenzeichen!« sagt Takeshi über sich selbst und ich verstehe jetzt, wie er auf diese Aussage kommt.
Dann öffnet sich die Tür ein weiteres Mal. »Lizhong ist heute nicht dabei, er muss mit dem Ensemble ›La Sylphide‹ proben!«, erfahren die Ballettschüler durch einen ihrer Kollegen. Kurze Zeit herrscht Ratlosigkeit: Eine Probe ohne den Choreografen? Sind überhaupt ausreichend Tänzer da? Lizhong ist schließlich nicht der einzige, der bei »La Sylphide« mittanzt! Doch dann beschließt Lilli Dahlberg: »Soviel Zeit haben wir nicht mehr, um zu proben. Kommt, wir machen ›Story‹!«
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 12:46 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
by Mariana Zanotto, Soloist of the Hamburg Ballet
It was a Thursday afternoon in the ballet studio learning yet another important role of my career. I was happy with the tambourine in my hand, rehearsing the steps of Esmeralda, when Richard Hoynes, the pianist called me over. Discretely, he showed me the city’s newspaper that said: The Brazilian President Lula da Silva comes to Hamburg. I started to read the small excerpt that explained the visit of the Brazilian President who would attend a business meeting between Brazil and Germany which was going to happen on the following Friday. At the same moment, without knowing the exact reason, I felt that I really had to meet him!
Thiago Bordin, Leslie Heymann, President President Lula da Silva
and Mariana Zanotto / © Mariana Zanotto
The following days I was just thinking of a way to have the opportunity to at least see him. Who knows, if I was lucky I could even take a picture of him… Since he claimed the presidency almost eight years ago, he had provided great changes of extreme importance. I realized that the poor people in Brazil are finally having the chance to have a better quality of life. The forests there are slowly being saved and Brazil is finally getting the appreciation and respect it deserves. There would surely be plenty of reasons to thank him if I could only have a chance to speak to him.
Verfasst von Jean-Jacques Defago um 16:38 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
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